Gudrun Maria Müller

ODE AN DIE FRAU, DIE MICH PIERCE BROSNAN FÜRCHTEN LEHRTE

"Also", sagte der Kommissar, als sie sich gesetzt hatten. "Wer ist sie?"
"Ich weiß nicht. Ich kann sie nicht beschreiben, und ich sehe auch keinen Sinn darin", gab sie zurück.
"Ich will es verstehen", entgegnete er.
"Könnte ich vielleicht eine Tasse Kaffee haben?", fragte sie.
"Natürlich, falls Sie Automatenkaffee mögen?"
"Es gibt Schlimmeres", sagte sie, und er erhob sich.
Die plötzliche Stille in dem Raum überforderte sie. Ihre Erinnerung war Nebel. Sie war so verdammt müde, sehnte sich nach einem heißen Bad. Stattdessen saß sie hier, musste Rede und Antwort stehen, erklären, was sie selbst nicht verstand. Sie fühlte sich verschwitzt, unter den Armen, zwischen den Beinen.

Der Kommissar zögerte einen Augenblick, bevor er den Raum wieder betrat. Er sollte einen Kollegen rufen. Alleine war er dieser Frau nicht gewachsen. Auf magische Weise fühlte er sich von ihr angezogen.

- - - - -
––> WEITER